Mit einer Lichterprozession der Ministranten eröffneten Pfarrer Michael Birner und der Ruhestandspfarrer Hans Peter Heindl das Fest der „Darstellung des Herrn“. Das traditionelle Kerzenopfer erinnerte noch an den einst gebräuchlichen Namen „Mariä Lichtmess“, bei dem man um Spenden für die Kerzen für die Gottesdienste bittet.
In seiner Predigt erklärte Pfarrer Birner, dass das Fest an „Jesus, das Licht der Welt“ erinnern wolle. Dies hätten auch die Weisen Hanna und Simeon im Tempel dem Jesuskind zugesprochen, wie man bereits im Evangelium hörte. Die Eltern Jesu seien damals nach Jerusalem gekommen, um nach altem religiösem Brauch ihr Kind dort mit einer Taubenspende vom Tempeldienst, der für die Erstgebornen vorgesehen war, auszulösen.
So wie Simeon und Hanna ihre Hoffnung auf Erlösung im Jesuskind sahen, so sollten auch noch heute alle Gläubigen wie sie „Lichtträger für andere“ sein. Zudem begleite das starke Symbol des Kerzenlichts wichtige Stationen im christlichen Leben. Angezündet an der Osterkerze erinnere es an diesen Auftrag, von der Tauf- über die Kommunion- bis hin zur Hochzeitskerze.
Beim Vater-unser lud er wiederum alle Kinder ein, einen Kreis um den Altar zu bilden, was diese gerne annahmen. Pfarrer Birner erinnerte mit den Kindern noch daran, dass einst der Arzt und spätere Bischof Blasius einem erstickendem Kind das Leben gerettet habe und man deshalb am Ende des Gottesdienstes noch die Segnungen mit den brennenden Blasiuskerzen empfangen dürfe.
