KAB Ortsgruppe beschliesst Auflösung

Die KAB, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, hatte zur entscheidenden Vollversammlung in den Pfarrsaal eingeladen. Wie angekündigt, sollte nach 97 Jahren Bestehen über das weitere Schicksal der Ortsgruppe entschieden werden. Da bei der letzten Jahreshauptversammlung keine Vorstandschaft gefunden werden konnte, war nun über eine Fusion mit anderen Ortsverbänden oder eine Auflösung zu entscheiden.

Die amtierende Vorsitzende Marianne Lindner begrüßte 20 Mitglieder und besonders Präses Michael Birner und den Diakon Dieter Gersacker. Noch einmal versuchte sie vergebens weitere MitstreiterInnen für den Vereinsvorsitz zu finden. Schatzmeisterin Doris Beer stellte daraufhin fest, dass weniger als drei Viertel der eingetragenen Mitglieder anwesend waren und man deshalb nicht beschlussfähig sei. Sie berief daraufhin eine zweite Sitzung ein, die nach einer Viertelstunde begann. Hier reichte dann eine einfache Mehrheit für definitive Entscheidungen.

Erster Punkt war die Frage nach einer Fusion mit anderen Ortsverbänden. Da jedoch auch diese an Mitgliederschwund leiden und ums Überleben als Verein kämpfen, war man der Meinung, dass damit eine Auflösung nur hinausgezögert würde und deshalb wenig Perspektive biete. Einstimmig wurde daraufhin eine Fusion abgelehnt.

Hatte bereits Marianne Lindner manche Verdienste der Ortsgruppe erwähnt, so hob auch Konrad Huber die Ortsgruppe als „langjährige, verlässliche Stütze der Pfarrei“ in vielen Bereichen hervor. Leider, so hieß es weiter, habe man aber manche Entwicklung verschlafen bei einer allgemeinen Überalterung und Vereinsmüdigkeit. Gewünscht hätte man sich auch „mehr Rückenwind“ und Unterstützung vom Diözesanverband.

Die Abstimmung über eine Auflösung erfolgte dann einstimmig. Man wird dies dem Diözesanverband mitteilen, der dann alle Mitglieder anschreiben wird, die zum Jahresende austreten können. Das verbliebene Vereinsvermögen wird satzungsgemäß caritativen Zwecken zugeführt.

 KAB Aufloesung